Kunst zu machen war eine große Hilfe in meinem Leben

Yayoi Kusama


Die Künstlerin Yayoi Kusama wird 1929 in Japan geboren. Den Drang zu malen spürt sie ganz früh und stark. Ihr Großvater hat eine große Plantage mit vielen Blumen. Dort ist sie oft und malt. Plötzlich beginnen die Blumen mit ihr zu reden: Hallo! Bist Du glücklich? Das macht ihr Angst. Sie läuft Heim und versteckt sich im Kleiderkasten, zittert am ganzen Körper, schreit und ist verängstigt. Für ihre Wahrnehmungen zeigt Niemand Verständnis. Einzig das Malen hilft ihr. Sie malt Punkte - von nun an jeden Tag in ihrem Leben. Nur was hinter einem Netz von Punkten verschwindet, macht ihr keine Angst mehr.

Kusama leidet an Halluzinationen, Panikattacken, einer Angststörung. Nur durch das Malen hält sie ihre Symptome im Zaum.

Ihre Eltern sind dagegen dass sie malt, dass sie Künstlerin werden will. Sie soll, wie ihre älteste Schwester, in eine reiche Familie einheiraten und Hausfrau werden. Ihre Farben und Bilder werden von der Mutter zerstört. Wenn sie malen will, so die Mutter, braucht sie nicht wieder Heim kommen.

Kusama geht mit Hilfe eines Verwandten nach Amerika. New York. Dort lebt sie ihr eigenes Leben und etabliert sich als Künstlerin.


Vordergründig wirken ihre Bilder und Lieder heiter, verspielt. Dahinter lässt sich jedoch große Verzweiflung erahnen.

"Kunst zu machen war eine große Hilfe für meine Seele"

Ihre Polka dots sind weltberühmt, ihre Infinity Mirrors so begehrt, dass ihr Besuch zeitlich begrenzt (30 sec) ist. Jeden Tag arbeitet sie in ihrem Studio, nahe der Klinik für psychisch erkrankte Menschen, wohin sie sich 1977 entschlossen hatte zu gehen. Hier klicken


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